Gemeinsam etwas bewegen – unser Ziel

Erst wenn wir unsere Kräfte bündeln, wenn wir uns über die Grenzen der unterschiedlichen Achtsamkeitsansätze hinaus vernetzen und zusammenarbeiten, dann ist echter gesellschaftlicher Wandel möglich. Ob in Politik, Schule, Wirtschaft oder Gesundheitssystem. Lesen Sie hier mehr zu aktuellen Projekten, die die Achtsamkeitsverbände unterstützen.

Achtsamkeit und Politik

Achtsamkeit ist inzwischen auch in der Politik angekommen. Vorreiter sind etwa Schweden, Großbrittanien und die Niederlande. Im britischen Parlament gibt es eine „Mindfulness All-Party Parliamentary Group“ (MAPPG), die eine Resolution "Mindful Nation UK" verabschiedet hat. Ihr Ziel: Achtsamkeit im Gesundheits- und Bildungswesen, am Arbeitsplatz und im Strafjustizsystem zu verankern. Achtsamkeit kann viel dazu beitragen, den wachsenden Herausforderungen in diesen Bereich gerecht zu werden.

Die Initiative Achtsames Österreich hat sich zum Ziel gesetzt, eine ähnliche Entwicklung auch in Österreich zu impulsieren. Ihre Mitglieder...

  • führen persönliche Gespräche mit Politikerinnen und Politkern - quer über alle Parteien hinweg und auf den Ebenen Bund, Länder und Gemeinden. Das Anliegen dabei ist es, gemeinsam mit Politikerinnen und Politiker zu ergründen, welche Potenziale Achtsamkeit für Ihre verantwortungsvollen persönlichen Aufgaben, aber auch für die Zusammenarbeit im politischen Betrieb haben könnte. 
  • bieten kostenlose Trainings, Vorträge und Impulse zum Thema Achtsamkeit für politische Parteien, für deren Vorfeldorganisationen und für die öffentliche Verwaltung an.
  • bringen das Thema Achtsamkeit konsequent in den politischen Diskurs ein. So ist es beispielsweise gelungen, beim Europäischen Forum Alpbach 2018 und 2019 im Rahmen der politischen Gespräche drei prominent besetzte Veranstaltungen zum Thema Achtsamkeit zu positionieren.

Die Achtsamkeitsverbände können hier einen Beitrag als Impulsgeber, Kooperationspartner und institutioneller Ansprechpartner leisten. Eine ähnliche Initiative in Deutschland ist gerade im Aufbau.

Ansprechpartner:

Psychologe, Coach, Geschäftsführer bei Trigon Entwicklungsberatung, Vorstandsmitglied ÖBAM, Seniorcoach DBVC

Unternehmensberaterin-Healthcare, Achtsamkeitscoaching, Training und Beratung

Achtsamkeit an Schulen und im Bildungssystem

Können Kinder auch schon Achtsamkeit, MBSR oder Stressbewältigung lernen? Und wenn ja, was bringt sie ihnen? Viele ForscherInnen haben sich mit dieser Frage schon beschäftigt. Etliche Programme und Initiativen, wie z.B. „MindUp“, das „Mindfulness in Schools Project“, "mindscool" und „AISCHU“ haben sich daraus entwickelt. Die Wirkungen der Praxis auf die SchülerInnen sind bedeutend: ihr Selbstbewusstsein, die sozialen Fertigkeiten und die Emotionsregulationsfähigkeit steigern sich. Sie berichten von besserer Stimmung und weniger Angst, Stress und Müdigkeit. Zudem sind sie aufmerksamer und fokussierter. All das führt zu einem verstärkten Zusammenhalt in der Klasse und weniger Mobbing. Das Netzwerk "Pädagogik der Achtsamkeit" trägt Achtsamkeit an Schulen, aber auch an Universitäten und in die Lehrerfortbildung.

Das Praxisprojekt Achtsame Schule entwickelt und erprobt Konzeptionen für die Fortbildung von LehrerInnen aller Schularten zum Thema Achtsamkeit und Mitgefühl. Seit März 2018 gehen die ersten Pilotschulen mit uns diesen Weg zu einer achtsamen Schule.

Die Achtsamkeitsverbände können diese Initiativen impulsieren und miteinander in Kontakt bringen. Erfahrungswerte von anderen machen oft einen entscheidenden Unterschied. Wir können einander Kontakte zu Behörden und Ministerien und anderen Entscheidungsstellen erleichtern, Empfehlungen aussprechen und dort wo es hilft mit einer gemeinsamen Stimme sprechen.

Ansprechpartner:

Beratung, MBSR, Freiburger Lehrercoaching, Konzeptentwicklung des Rahmencurriculums AISCHU– Achtsamkeit in der Schule

Professor an der Universität Wien - Pädagogik der Achtsamkeit

Klinik & Lehrstuhl für Naturheilkunde und Integrative Medizin

Kliniken Essen-Mitte/Universität Duisburg-Essen

 

Achtsamkeit in der Wirtschaft

Was vor zehn Jahren kaum vorstellbar war, ist inzwischen Realität geworden: Unternehmen wie Google, SAP, Siemens, Robert Bosch oder die Weleda AG bieten umfangreiche Achtsamkeitstrainings für ihre Führungskräfte und Mitarbeitenden an. Jedes größere Unternehmen, das heute etwas auf sich hält hat das Thema in irgendeiner Art und Weise im Programm. Die Beweggründe dafür sind facettenreich. Für einen Großteil steht die Motivation, Stress zu reduzieren, am Anfang. Doch Achtsamkeit wirkt sich neben der Stressreduktion auch auf viele andere Bereiche positiv aus: Achtsamkeitspraktiker haben einen verbesserten Fokus, ein klareres Bewusstsein und eine stärkere persönliche Präsenz. Sie sind innovativer, leistungsfähiger und zeigen mehr Mitgefühl.

Wir wünschen uns ein verantwortungsvolles, waches Verständnis einer Wirtschaft, die dem Menschen und der Welt dient (und nicht umgekehrt). Viele von uns sehen Achtsamkeit als zentralen Schlüssel für eine positive Entwicklung und Veränderung in diese Richtung. Die Achtsamkeitsverbände setzen sich deshalb dafür ein, dass die Erkenntnisse aus Wirtschafts-, Neuro- und Sozialwissenschaften und positive Praxiserfahrungen einer breiten Öffentlichkeit ebenso zugänglich werden wie den Menschen in massgeblichen unternehmerischen Entscheidungspositionen. Auch auf die aktuelle Initiative unseres Ehrenmitglieds Dr. Claus-Otto Scharmer vom MIT, das Transforming Capitalism Lab wollen wir an dieser Stelle hinweisen.

Gleichzeitig bekommt Achtsamkeit durch die Verbindung mit der Wirtschaft auch immer mehr ein wirtschaftliche Dimension. Ein offener, bewusster Austausch auch zu geschäftlichen Aspekten hilft dabei, dass sich diese nicht verselbständigen und Achtsamkeit zu einem profit- und konkurrenzgetriebenen Business wird. Selbst die Veränderung zu leben, die wir uns für die Welt wünschen ist in diesem Bereich vielleicht besonders wichtig. Das Anliegen der Verbände ist es hier, den Dialog zwischen den Beteiligten so zu unterstützen, dass wir aus unserer eigenen Mitte, unserer gemeinsamen Vision und unserem gesellschaftlichen Auftrag heraus arbeiten.

 

Ärzte für Mindfulness

Die Forschungslage und empirische Basis für Achtsamkeit in der Medizin ist eindrücklich. Die Initiative „Ärzte für Mindfulness“ verbindet Medizinierinnen und Mediziner, die …

  • Mindfulness-basierte Interventionen in der Begleitung ihrer Patienten einsetzen.
  • sich in diesem Fachbereich austauschen und weiterbilden wollen.
  • sich für die Weiterentwicklung und Verbreitung dieser Perspektive in der Medizin engagieren.

Unsere Mitglieder stehen gerne für Informationsveranstaltungen, Key-Note Speeches und Podiumsdiskussionen zum Thema zur Verfügung

Ansprechpartner

Allgemeinmed. Diagnostik/Behandlung, Coaching: Stressreduktion (nach HeartMath), Biofeedback, Meditationstraining, med. Hypnose

Mindful Parenting - Elternsein mit Achtsamkeit und Mitgefühl

Unter diesem Begriff verstehen wir vor allem eine Haltung, die Eltern im Familienleben an den Tag legen. In zweiter Linie ist es auch ein Oberbegriff für eine Reihe von Übungsprogrammen und Kursformaten, die das Ziel haben, Eltern dabei zu helfen, diese Haltung zu üben und zu vertiefen. 

Die Elternrolle fordert in ganz besonders intensiver emotionaler und interpersonaler Weise. Es bedarf einer besonders für diese Aufgaben zugeschnittenen Achtsamkeit und viel Selbstmitgefühl. Das ist hilfreich, um den Raum der Beziehung und Bindung zu den Kindern in einer positiven präsenten Weise halten zu können. Schulung der Achtsamkeit in der Elternrolle hilft, die eigenen Gefühle und Handlungsimpulse bewusst wahrzunehmen, stärkt die Selbstregulation gerade im Stress und in der Sorge, um nicht im Autopilot auszuagieren. Mit ganzer Aufmerksamkeit sich dem Kind widmen, Zuhören, auch wenn anderer Meinung, und eine Haltung des Nicht-Bewertens sich selbst und dem Kind gegenüber, sind wichtige Elemente für ein hilfreiches Familienklima. Mitgefühl für sich selbst und für das Kind trägt in mitten all des Trubels im Familienalltag, der möglichen „Unzulänglichkeiten“ aller Beteiligten und der unvermeidbaren Konflikte und ist eines der besten Geschenke für das Wohlbefinden der Kinder.

Die Haltung der Achtsamkeit und des Selbstmitgefühls im Mindful Parenting ist auch eine wichtige Ressource für alle, die im Bildungs- und Erziehungssystem arbeiten und besonders für die Berater und Therapeuten in ihrer Elternarbeit.

 Deutschsprachig existierende Kursformate:

  • Mindful Parenting - Achtsamkeit und Selbstfürsorge für Eltern;  Susan Bögels und Kathleen Restifo
  • Mindful Compassionate Parenting - Stressbewältigung und Selbstfürsorge für Eltern mit Achtsamkeit und Selbstmitgefühl; Jörg Mangold
  • Mit Kindern wachsen - Elternkompass; Lienhard Valentin, Katharina Martin und Jörg Mangold

Weitere Ressource: www.mindfulness-in-parenting.eu - entstanden aus einem EU-Projekt initiiert von LIMINA, einem Anbieter von achtsamkeitsbasierter Elternarbeit in Wien.

Kinder- und Jugendpsychiater, Psychotherapeut, Autor

cert. MSC; MBSR, MBCL, MCP Mindful Compassionate Parenting, PNT

Schwerpunkte im Bereich Achtsamkeit - Mindful Parenting, Mindfulness in Education, Social Presencing Theater.

Würde-Initiative mit Gerald Hüther

Die Initiative Würdekompass der Akademie für Potenzialentfaltung ist angetreten, das Empfinden, die Vorstellung und das Bewußtseins menschlicher Würde zu stärken. Nicht in der Theorie, sondern im täglichen Zusammenleben. Federführend dabei sind unser Ehrenmitglied Prof. Dr. Gerald Hüther und Michael Beilmann, Botschafter der Achtsamkeitsverbände in Düsseldorf.

Die Vorstellung unserer Würde ist tief verwurzelt und eingebettet in die innere Überzeugung von dem, was uns als Menschen auszeichnet. Sie bringt das implizite Wissen zum Ausdruck, wie unser Zusammenleben gestaltet werden müsste, um unsere angelegten Möglichkeiten als soziale Wesen entfalten zu können. Die Vorstellung von der eigenen Würde wird also zu einem wesentlichen Bestandteil des Selbstbildes.

Kein Mensch und auch kein anderes Lebewesen kann die in ihm angelegten Potentiale entfalten, wenn er, sie oder es wie ein Objekt behandelt oder benutzt wird. Wer die Wahrung der eigenen Würde und der Würde anderer zur Grundlage des eigenen Handelns macht, wird deshalb nicht mehr auf Kosten anderer leben wollen. Weil sie einen inneren Kompass besitzt, der sie führt, ist eine solche Person auch nicht mehr verführbar. Achtsamkeit sehen wir als einen wesentlichen Weg, wieder mit uns selbst und unserer Würde in Kontakt zu kommen.

Über 40.000 Menschen haben sich bereits dem Online-Aufruf der Initiative angeschlossen, knapp hundert regionale Initiativgruppen sind in Deutschland, Österreich und der Schweiz entstanden.

Ansprechpartner

Trainerin für Achtsamkeit in Organisationen

Personal- und Organisationsentwicklerin

Business Moderatorin 

Ernährungscoach

Social Marketer, Coach, spiritueller Wanderer, Reisebegeistert...

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